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Vorbild St. Sebastianus

Häufigster Schutzpatron der Bruderschaften ist der Pestheilige Sebastianus. Dieser Heilige entspricht analog dem weltlich-kirchlichen Schützengedanken der Forderung nach militärischer Tapferkeit und christlichem Bekennertum. Er war Befehlshaber der kaiserlichen Leibwache unter Diokletian und fiel 290 n. Chr. unter den Pfeilen von Bogenschützen, da er dem Christentum nicht abschwören wollte.

Das Alter der mittelalterlichen Schützenbruderschaften ist nicht genau zu ermitteln. Gemäß mittelalterlicher Symbolauffassung besaßen alle Bruderschaften Fahnen. Zumeist die Bruderschaftsfahne, die Schwenkfahne und die Trauerfahne. Begehrt war die Stelle des im Blickmittelpunkts stehenden Fahnenträgers. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt die alte Tradition des Fahnenschwenkens ein Ende. Es wurde bis dahin nach einem ausgeklügelten Ritus vorgenommen.

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...bis Schützenfest!